Heinz Friedrich über seine Kunst

"Von den Studienjahren bei den Professoren Sohn, Schnarrenberger, Laible sowie Kokoschka und Manzu ist mir ein künstlerisches Gewissen, ein geistiges Verantwortungsgefühl geblieben. Meine Arbeiten sollten immer höchster kunsthandwerklicher Qualität genügen, sie sollten "lesbar" sein. Die Angst vor dem Etikett "trivialer Schönmalerei" hat Unzählige ihre Arbeiten mit Medienhilfen bis zur Unkenntlichkeit verschlüsseln lassen."

"Für sozialkritische und politisch gefärbte Richtungen möchte ich mich nicht engagieren, der Tribut, den ich in den Eiswüsten Russlands geleistet habe, hat mich scheu gemacht."

"Mich ließen all die ständig wechselnden Ismen unberührt, die figürlich, gegenständliche Malerei war ein unendlich weites und interessantes Land für mich. Meine Ausdrucksmittel basieren zweifelsohne auf überlieferten Werten der gegenständlichen Malerei des späten 19. und 20. Jahrhunderts, die sich trotzdem in vielen Epochen fortentwickelt hat, jedoch den analytischen Gesetzen von Form und Farbe abhängig war."

"Ich sehe die Bilder der Brücke-Leute und der französischen Fauves und bin begeistert. Diesen Malern und mir auch geht es um die Befreiung der Farbe. Gleichzeitiges Verfremden von Form und Farbe zugunsten einer gestiegenen Aussagekraft. In diesem Sinne sind meine Bilder nur scheinbar leicht zu begreifen."

"Stress, Hektik, Konsumreize und politische Einflussnahme haben wir doch genug. Da brauchen wir nicht immer noch den erhobenen Zeigefinger vieler Künstler. Warum sollen wir also keine schönen Landschaften oder Blumen malen, wenn diese dem Betrachter als Lehnstuhl für seine Gefühle dienen."

"Es soll nicht unbescheiden klingen, doch die über 70 Jahre meines langen Malerlebens mit einer konsequenten Haltung durchgestanden zu haben, sind mein dankbar anerkanntes Privileg."